Dietmar Weber zu Gast beim talk4future Podcast

talk4future Pod­cast – Diet­mar Weber, Geschäfts­führer der Inte­grat­ed Worlds, sprach im Namen der Marke IWO­furn über Trends und Entwick­lun­gen der Prozess­dig­i­tal­isierung in der Liv­ing Branche

Bei talk4future wer­den in regelmäßi­gen Abstän­den Trends und Entwick­lun­gen der Branche unter die Lupe genom­men. Diet­mar Weber hat zum The­ma Dig­i­tal­isierung von Geschäft­sprozessen einen sowohl infor­ma­tiv­en als auch tiefen Ein­blick aus seiner Erfahrung als Begleit­er von Unternehmen, die sich im dig­i­tal­en Wan­del befind­en, gegeben. Mit prax­isori­en­tierten Fak­ten und Dat­en ist daraus ein hochin­ter­es­san­ter Pod­cast gewor­den.

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Welche Dien­stleis­tun­gen ste­hen derzeit im Fokus für Händler und Her­steller? Mit dieser ein­lei­t­en­den Frage fol­gte auch die der Tools und Tech­niken, auf die sich diese Ziel­gruppe oft konzen­tri­ert, um den dig­i­tal­en Geschäfts­date­naus­tausch effizien­ter zu gestal­ten und damit den inner- und außer­be­trieblichen dig­i­tal­en Wan­del voranzutreiben.

Diet­mar Weber
äußerte sich hierzu klar und ver­ste­ht die Her­aus­forderung seit der Exis­tenz der IWO­furn im Jahre 2008 unter einem ganz anderen Blick­winkel. Der Haupt­fokus lag und liegt nach wie vor auf der Inter­ak­tion zwis­chen Sys­te­men und Unternehmen, die solche Sys­teme ein­set­zen und auf die im Hin­ter­grund ablaufend­en Prozesse. Eine Bestel­lung ist heute – genau­so wie vor 25 Jahren – eine Bestel­lung mit den gle­ichen Inhal­ten. Sie wird jedoch über den Zeitraum hin­weg von unter­schiedlichen, sich ständig verän­dern­den Sys­te­men erzeugt, so Weber.

Um eine zügige Umset­zung der Dig­i­tal­isierung des Beleg­date­naus­tausches zu gewährleis­ten, ist es nach Aus­sagen von Diet­mar Weber wichtig, sich nicht auf die Alle­in­stel­lungsmerk­male, die Tools und Tech­niken mit sich brin­gen, zu konzen­tri­eren und sich stattdessen auf die Daten­in­halte bei der Kom­mu­nika­tion zwis­chen Sys­te­men zu fokussieren. Ein prak­tis­ches Beispiel hier­für wurde von Her­rn Weber in Bezug auf Mark­t­platzan­bindun­gen in der Branche Liv­ing kommentiert.

Um auch auf dig­i­tal­en Mark­t­plätzen wie ama­zon Pro­duk­te verkaufen zu kön­nen, so Weber, sind inte­gri­erte elek­tro­n­is­che Prozesse unab­d­ing­bar, um an diesen Ver­trieb­skanälen teil­nehmen zu kön­nen. In diesem Zusam­men­hang kom­men­tierte er eben­falls, dass Stan­dar­d­isierun­gen dort sin­nvoll sind, wo homo­gene Waren­grup­pen vorzufind­en sind. Die Branche Ein­richt­en ist jedoch von vie­len Waren­grup­pen gekennze­ich­net und es gibt bes­timmte Grup­pen wie Küche und Pol­ster, die diverse Unter­schiede zueinan­der aufweisen, um sich an einen bes­timmten Kun­denbe­darf anzu­passen. Der Han­del muss aber all diese Waren­grup­pen bedi­enen kön­nen. Hier sind dann bes­timmte For­mate und Tools als Stan­dard nicht anwendbar.

Daten­in­halte ver­sus Tools & Techniken

Welche Inhalte wer­den benötigt, um die Geschäfts­datenkom­mu­nika­tion mit allen Geschäftspart­nern aufrechter­hal­ten oder anfan­gen zu können?

Auf die Frage, wie IWO­furn mit unter­schiedlichen Stan­dards inner­halb der Branche umge­ht, kom­men­tierte Diet­mar Weber die IWO­furn Plat­tform, bei der Daten­in­halte in richtige For­mate umge­wan­delt wer­den, aber hier immer wieder die zen­trale Frage platziert wer­den muss, welche Inhalte benötigt wer­den, um die Geschäfts­datenkom­mu­nika­tion mit allen Geschäftspart­nern aufrecht zu erhal­ten oder anfan­gen zu kön­nen. Die Richtigkeit dieser Fragestel­lung wurde mit der Tat­sache unter­mauert, dass die IWO­furn inzwis­chen ca. 200 Daten­for­mate für den dig­i­tal­en Bel­e­gaus­tausch zwis­chen Unternehmen unter­stützt und dass über eine ein­ma­lige Anbindung an die IWO­furn Plat­tform Her­steller und Händler in der Lage sind, sich mit allen Geschäftspart­nern zu verbinden und dig­i­tal Belege aus­tauschen kön­nen mit ihnen.

Inwieweit bee­in­flussen Zukun­ft­s­the­men das Mark­t­geschehen der Prozessintegrationen?

Bei Zukun­ft­s­the­men und die damit ver­bun­de­nen Tech­nolo­gien wie VR-Shop­ping oder Meta­verse in der Möbel­branche wurde die Frage aufge­wor­fen, inwieweit sich Händler und Her­steller auf diese Art von Szenar­ien vor­bere­it­en müssen in näch­ster Zeit. Diet­mar Weber kom­men­tierte hierzu, dass sich­er enorme Auf­gaben auf die Her­steller zukom­men. Er betonte jedoch, dass diese Verän­derun­gen nichts an dem grund­sät­zlichen Ablauf bei beispiel­sweise ein­er Auf­tragsab­wick­lung ändert, da die im Hin­ter­grund ablaufend­en Prozesse auch in Zukun­ft gle­ich­bleiben wer­den.

Zukun­ft­s­the­men, aber auch Infor­ma­tio­nen und Wis­sen zum The­ma Dig­i­tal­isierung wer­den auf der MoebelDigit@l behan­delt, eine neu­trale Wis­sensplat­tform, so Diet­mar Weber, die Mark­t­teil­nehmern helfen soll, die damit ver­bun­de­nen Fra­gen, Zusam­men­hänge und Inhalte in diesem Umfeld bess­er zu ver­ste­hen. Ins Leben gerufen wurde diese Plat­tform vom Beirat und der IWO­furn.

Auf die Frage der Entwick­lung von Messen in der Branche in den kom­menden Jahren und der Beziehung zu den Teil­nehmern betonte Diet­mar Weber, dass die IWO­furn – neben den neu ent­stande­nen dig­i­tal­en oder hybri­den For­mat­en — weit­er­hin an physis­chen Events teil­nehmen wird. Das per­sön­liche Net­zw­erken und auch die Nähe zu Teil­nehmern und Inter­essen­ten sind dem Unternehmen nach wie vor wichtig.

Auf die abschließende Frage, wie Unternehmen sich dem heuti­gen Fachkräfte­man­gel stellen kön­nen, betonte Diet­mar Weber, dass mit ein­er richti­gen Dig­i­tal­isierungsstrate­gie und der Automa­tisierung von Geschäft­sprozessen die schon beste­hen­den Fachkräfte langfristig für qual­i­fiziert­ere Tätigkeit­en einge­set­zt wer­den kön­nen und dass eine Dig­i­tal­isierung von Prozessen in keinem Fall ein Ersatz der Fachkräfte darstellt.

Wir danken talk4future Pod­cast für dieses Inter­view und freuen uns auf weit­ere Gespräche!

Sie möcht­en in Ihrem Unternehmen die dig­i­tale Trans­for­ma­tion beschle­u­ni­gen, aber benöti­gen mehr Input dazu? Besuchen Sie unsere moebeldigital.de und sprechen Sie uns jed­erzeit gern an, wenn es um ein Pro­jekt geht.